Expertin des Monats - Katja Decker

Katja Decker

PARLA-Expertin für Stressprävention und Führung Katja Decker ist unsere Expertin des Monats November.

Die Trainerin kennt sich durch ihre eigene Erfahrung als Führungskraft bei bekannten Unternehmen bestens mit den Herausforderungen des Führungsalltags aus und ist als zertifizierte Führungsexpertin qualifiziert. Bei PARLA unterstützt Frau Decker auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Im Interview spricht sie über die steigenden Belastungen des Alltags, Work-Life Balance für Führungskräfte und ihre eigenen Herausforderungen als Coach und Familienmensch.

Die Gesundheit wird durch steigende Belastungen in Alltag und Beruf auf die Probe gestellt. Woran erkennt man, dass Stress die Gesundheit bedroht?
Man erkennt, dass der Stress die Gesundheit bedroht, wenn man
-   nicht mehr lösungsorientiert denken kann,
-   man Symptome wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, unerklärliche Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Magenprobleme aufweist, um nur einige "typische Symptome" zu nennen,
-   die Energie abnimmt: Lustlosigkeit, Ermüdung, das „Wozu?" auf einmal fehlt, uvm.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), bei dessen Einführung und Durchführung PARLA mit Ihnen unsere Kunden begleitet, geht diese Themen an und bietet Prävention, z.B. zur psychischen Gesundheit von Mitarbeitern. Wieso ist ein gezieltes und nachhaltiges Gesundheitsmanagement mittlerweile so zentral?
BGM ist mehr als nur ein Obstkorb.
Gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter wünscht sich jedes Unternehmen – schließlich sind sie maßgeblich am Unternehmenserfolg beteiligt. Hier setzt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) an. Vereinfacht gesagt geht es darum, gesundheitsgerechte Rahmenbedingungen an den Arbeitsplätzen zu schaffen und die Mitarbeiter dazu zu animieren, sich gesundheitsbewusst zu verhalten.

Blinder Aktionismus oder "Check-the-box"-Aktivitäten bringen keine nachhaltigen Effekte. Im Gegenteil: Die Maßnahmen verpuffen und die Mitarbeiter haben irgendwann keine Lust mehr auf einzelne Aktivitäten ohne Zusammenhang und Wirkung.

Sie sind auch als Führungskräfte-Coach tätig. Was zeichnet für Sie eine „gesunde“ Führungskraft aus?
Mit Konzernerfahrung und eigenen Erfahrungen "in der Stressfalle" kann ich heute als Coach viel gewinnbringender in die Reflektion gehen. Es kann und darf in dieser schnelllebigen Zeit nicht zur Gewohnheit werden, ständig und überall erreichbar zu sein. Die Digitalisierung hat viele tolle Vorteile und wird uns auch in Zukunft das Leben erleichtern, wenn wir es lernen, "richtig" und vernünftig damit umzugehen. Es braucht jeden Tag ein Stück "gesunden Egoismus", um sich um alle Lebensbereiche (Beruf, soziale Kontakte, Gesundheit und Sinnhaftigkeit) zu kümmern. Dabei zu unterstützen ist meine Herzensangelegenheit!

Als Mutter und Trainerin sind Sie auf verschiedenen Ebenen gefordert – wie managen Sie diese Doppelaufgabe?
Ich versuche täglich, alle Lebensbereiche zu bedienen und keinen Lebensbereich dauerhaft zu vernachlässigen. Ich habe gelernt, ein paar grundlegende alte Gewohnheiten dauerhaft gegen "gesunde" Gewohnheiten einzutauschen. Mein Sportprogramm findet z.B. statt, bevor der Tag beginnt, so dass ich motiviert und voller Energie starten kann. Meine Essgewohnheiten wurden auf den Prüfstand gestellt und vor allem mein Selbst- u. Zeitmanagement wurde so angepasst, dass ich für meine Familie da sein kann. Noch wichtiger: "präsent" sein!

Natürlich befinde auch ich mich mal im Dauerstress, aber heute erkenne ich die Symptome und bin viel früher in der Lage, gezielt dagegen zu steuern.

 

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2019