Expertin des Monats März - Ute Cichowicz

Ute Cichowicz

Ute Cichowicz ist unsere PARLA-Expertin des Monats März!

Sie ist ausgebildete DGSS-Trainerin und bei PARLA Expertin für Kommunikation und Verkauf am Telefon. Als ehemalige Projekt- und Teamleiterin eines Call-Centers und Fachberaterin für Sprach-Kitas hat sie schon vor ihrer Trainerkarriere Erfahrung mit Sprechen und Stimme machen können. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen und gibt Tipps, wie man die Stimme am Telefon optimiert und gleichzeitig schützt.

Frau Cichowicz, die Tage werden bereits länger und so langsam spürt man, wie der Winter dem Ende zugeht. Sehnen Sie den Frühlingsanfang herbei oder fühlen Sie sich im Winter am wohlsten?

Ganz klar: ich warte sehnsüchtig auf den Sommer, bzw. ich freue mich wie ein Kind über jeden warmen Sonnenstrahl, jedes Vogelzwitschern und jedes neue grüne Blättchen als Vorboten der warmen Jahreszeit. Zwar habe ich im Lauf der Jahre gelernt, immer ausreichend Sommer und Sonne im Herzen zu bewahren, um gut durch Kälte und Dunkelheit zu kommen – wirklich aufblühen tue ich jedoch erst in Frühling und Sommer. Meine liebste Zeit im Jahr ist die Fliederblüte.

Bevor Sie zum Trainerberuf kamen, haben Sie als Projektleiterin eines Call-Centers gearbeitet - eine lohnenswerte Erfahrung für Sie?

Unbedingt! Ich habe ja nicht nur als Projektleiterin gearbeitet, sondern war zuvor auch Teamleiterin und habe lange Jahre als Agentin selbst telefoniert. Diese Erfahrungen sind für mich, und auch für die Teilnehmer*innen meiner Trainings, von großem Wert. Ich habe noch sehr gut in Erinnerung, in welchem Spannungsfeld man sich im Bereich des telefonischen Kundenservices bewegt – sowohl als Führungskraft als auch im direkten Kundenkontakt. Die Arbeit am Telefon ist schön, aber auch sehr herausfordernd, besonders nervlich und stimmlich. Umso wichtiger, dass man gutes kommunikatives Handwerkszeug besitzt, um das Telefonat für den Kunden und für sich selbst zu einem positiven Erlebnis werden zu lassen. Kurz: ich weiß, wovon ich spreche – und das merken auch die Teilnehmer*innen.

Passend dazu bieten Sie speziell Telefontrainings bei PARLA an. Wie kann man das wichtigste Instrument am Telefon, die Stimme, am besten einsetzen?

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, stimmlich gut bei sich selbst zu sein. Das bedeutet, seine eigene Stimme gefunden zu haben – jeder Mensch hat eine individuelle Tonlage, auf der er von Natur aus zu Hause ist. Dieser „eigene Ton“ wird vom Zuhörer als authentisch und echt wahrgenommen. Das heißt, man wirkt automatisch glaubwürdiger und die Gesprächspartner vertrauen und kooperieren schneller. Auch in emotional herausfordernden Situationen sorgt ein angenehmer Stimmklang für Entspannung. Gleichzeitig ist diese natürliche Sprechstimmlage schonend für den Stimmapparat – das ist wichtig für Vielredner! Habe ich meinen Ton gefunden, ist das der Garant dafür, langfristig wohlklingend und gesund zu sprechen. Mit einigen leichten und sehr effizienten Übungen kommen wir in den Trainings der natürlichen Stimme auf die Spur und sorgen so für eine spürbare Erleichterung im Arbeitsalltag.

Als DGSS-Trainerin können Sie auch für die Zertifikate der DGSS (bei PARLA das Rhetorikzertifikat, der Business Communication Manager und das Vertriebsinnendienstzertifikat) ausbilden. Welchen Mehrwert bringen die Zertifikatslehrgänge?

Der Beruf des Trainers ist, wie auch z.B. der des Coaches, nicht gesetzlich geschützt und Unternehmen, die sich für eine Weiterbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahme interessieren, haben oft die Qual der Wahl, eine wirklich gute Entscheidung zu treffen. Gerade bei umfangreichen Lehrgängen will man doch wissen, dass die Investition gut angelegt ist und die Mitarbeiter einen wirklichen Mehrwert von den Trainings haben. Bei den DGSS-zertifizierten Trainingsreihen können sich die Entscheider ganz sicher sein, dass sie und ihre Mitarbeiter in guten Händen sind – die Trainingsreihen werden alle von geprüften Sprechwissenschaftlern durchgeführt und sind methodisch-didaktisch auf höchstem Niveau.

Als Fachberaterin für Sprach-Kitas haben Sie sich auch mit der frühkindlichen Spracherziehung beschäftigt. Welche Vorteile bringt ein früher Fokus auf Sprache?

Menschen darin zu begleiten und zu bestärken, ihre eigene Stimme zu finden, stellt das Zentrum meines beruflichen Lebens dar – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Das bedeutet im Bereich der frühkindlichen Spracherziehung für mich, dafür Sorge zu tragen, Kindern die Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, damit sie zur sprachlichen Äußerung kommen können, sich gehört fühlen und die Erfahrung machen, dass ihre Stimme zählt.  

Der frühe Fokus auf Sprache führt in der Konsequenz zu frei und unabhängig denkenden Menschen – Grundlage für demokratische Prozesse und eine freie Gesellschaft. Indem wir Kindern zur sprachlichen Äußerung und damit zum Denken und Entscheiden ermutigen, tragen wir maßgeblich dazu bei, wie die Gesellschaft strukturiert sein soll, in der wir einmal leben wollen.

 

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