Experte der Monate Oktober/ November - Dr. Peter Tavolato

Experte der Monate Oktober/ November ist unser Experte für Führungskräfteentwicklung und Generations-Management Dr. Peter Tavolato

Für die Monate Oktober und November stellen wir Ihnen unseren Experten Dr. Peter Tavolato aus Heidelberg vor. Im Interview spricht er darüber, was Generationen-Management für die Führungsarbeit bedeutet, was ihn zu seiner Dissertation bewegt hat und wie das Motto lautet, nachdem er lebt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Herr Tavolato, Ihr Spezialthema ist das Generationen-Management und vor allem was das für die aktuelle Führungsarbeit bedeutet. Zu welcher Generation gehören Sie? Und was ist Ihrer Meinung nach wichtig beim Generationen-Management?

Die Grenzen bei der Generationen-Zuordnung sind ja fließend. Ich bin Baby Boomer, geboren vor dem Pillenknick der Mitte der Sechziger Jahre, der die Geburtenzahlen stark sinken ließ. Wir waren immer viele in meiner Geburtenkohorte. Wichtig beim Führen unterschiedlicher Generationen ist eine neugierige und wertschätzende Grundhaltung. Die innere Einstellung ist verantwortlich für meine Wirkung als Mensch. Insbesonders gilt das für Führungskräfte. Ein Wissen über die Hintergründe und Umstände warum, einzelne Generationen so “ticken”, wie sie ticken, ist hilfreich. Wem es gelingt, Unterschieden wertschätzend und neugierig zu begegnen, der oder die wird viel mehr Freude und Erfolg in der Zusammenarbeit haben.

 

Für Ihre Weiterbildung reisen Sie viel herum. Unsere Geschäftsführerin Anja Oser haben Sie bereits vor vielen Jahren bei einer Weiterbildung in Abano kennengelernt. Was planen Sie denn für sich an Weiterbildung für das kommende Jahr?

Für 2022 plane ich wieder nach Abano in das Sommercamp zu fahren – die große Vielfalt an Angeboten und die feine Atmosphäre dort mag ich sehr. Darüber hinaus ist mein Bücherstapel hoch. Mich interessieren derzeit sehr die Themen Veränderung in der Führungs-Welt, Lernen, Wissenstransfer, Komplexität und Selbstkompetenz. Vielleicht besuche ich auch wieder das eine oder andere „Schreibseminar“.

 

Sie haben Ihre Dissertation am Institut für Operations Research geschrieben. Was hat Sie dazu bewegt, Ihre Doktorarbeit in diesem Bereich anzufertigen?

Lange ist es her…. Der Hauptgrund war, dass es sich um ein kleines Universitäts-Institut mit sehr persönlicher Betreuung der Studierenden handelte, und ich vom Professor – einem deutschen Mathematiker - sehr begeistert war. Er verstand es besonders gut, mein Interesse für dieses Fach zu wecken, und außerdem konnte er sehr gut Carambol Billard spielen :). In meiner Arbeit beschäftigte ich mich mit einem mathematischen Rechenmodell, das heute in jedem Auto zu finden ist – dem Navigationssystem und der Berechnung optimaler Routen im Logistikbereich.

 

Sie leben in Wien. Eine historische Stadt und zugleich die Stadt von Sigmund Freud. Wie lebt es sich als psychologisch interessierter Trainer und Coach heute in Wien?

In Wien gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken, ob historisch oder ganz aktuell. Wenn ich es schaffe, besuche ich immer wieder mal Vorträge der Wiener psychoanalytischen Akademie oder gehe in Ausstellungen. Ich liebe die Kaffeehäuser als Inspirationsraum und Platz für Entspannung und gute Gespräche. Wien ist ja auch ein sogenannter „melting pot“. Der Umgang mit Diversität hat in Wien lange Tradition und wird auch sehr bewusst gepflegt.

 

Haben Sie ein Motto oder einen inspirierenden Gedanken, nachdem Sie leben, den Sie uns mitteilen möchten? Und was bedeutet dieser für Sie?

„Je früher man sich mit den fehlenden Navigationsmöglichkeiten abfindet, desto leichter ist es, das Glück im Leben zu finden.“ (aus dem Film: Renoir). Die eigene Lebensgeschichte ist ein Fluss. Ziele und Planung sind hilfreich, aber zu viel Steuerung der Zukunft und Reflexion des Vergangen ist nicht immer unterstützend. Ich mag es, mich auf das Hier und Jetzt einzulassen - mich selbst in der Gegenwart wahrzunehmen. In der Begegnung mit Menschen, die anders „Ticken“ als man selbst, sehe ich ein großes Geschenk, dass ich immer wieder sehr schätze und genieße.

 

Möchten Sie mehr über Dr. Peter Tavolato erfahren?

Hier gelangen Sie zu ihrem Expertenprofil.

Schauen Sie sich nach Online-Trainings oder Coaching von Dr. Peter Tavolato oder anderen Expert*innen um?

Dann sind Sie hier richtig.

Archiv - Experte/Expertin des Monats

Hier finden Sie all unsere Experten und Expertinnen des Monats mit den dazugehörigen Interviews im Überblick:

2021

  • Juni/ Juli - Kirstin Vogel, Expertin für Kommunikation und Veränderung
    „Menschliche Beziehungen basieren auf wirksamer Kommunikation – Unternehmenserfolge auch!“
    Im Interview verrät sie uns die Besonderheit ihrer drei Wohnorte, welche Faktoren eine Rolle bei der Veränderungsarbeit spielen und was Kreativität damit zu tun hat und wie sich die Macht der Kommunikation auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirkt.
  • Januar/ Februar - Cristina Ramalho, Expertin für Brasilien und Lateinamerika
    „Die Veränderungen waren da wie ein großer Elefant im Raum, den wir nicht sehen wollten. Wir haben gelernt, dass wir mit der Veränderung umgehen sollten und nicht dagegen steuern. Wir haben alle gemerkt, dass wir auf viele Dinge verzichten können – aber nicht auf die für uns wichtigen persönlichen Kontakte."

2020

  • November - Jörg Schumann, Business- und Mental Coach
    „Und darum muss es doch gehen: Dass wir eine sinnvolle Arbeit machen, bei der man in einem guten, konstruktiven Miteinander gute Ergebnisse erzielt und dabei lernt, Schritt für Schritt besser zu werden und dabei persönlich und als Team zu wachsen.“

2019