Tipps

Zeitschriftentipp des Monats

Der Ex-Faktor

The first cut is the deepest, sang einst Cat Stevens - der erste Schnitt ist der tiefste. Das muss nicht bei jedem von uns so sein, doch sicher ist: Die Erfahrungen, die wir in Beziehungen machen, prägen uns dauerhaft. Ohne dass es uns bewusst ist, wiederholen wir mit neuen Partnern oft Muster aus früheren Partnerschaften. Wie können wir Ballast abwerfen und unbeschwert neue Bindungen aufbauen? Was können wir lernen aus unseren ehemaligen Liebschaften? Und welche Strategien gibt es, um destruktive Muster zu überwinden? Über den "Ex-Faktor" und seinen Einfluss.

www.psychologie-heute.de

Buchtipps

  • Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren

    Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert

    James Kingsland (1. Auflage 2017)

    ISBN: 978-3-407-86444-4

    331 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 19,95

    Was passiert im Gehirn, wenn die Gedanken aufhören zu kreisen? Neurologen können heute nachweisen, in welchen Hirnregionen Entspannung stattfindet und wie Meditation und Gesundheit zusammenhängen. Medizinische Studien belegen: Wem es gelingt, vom Zerstreuungsmodus in den Achtsamkeitsmodus zu wechseln, lebt stress- und angstfreier und kann sich besser konzentrieren. Depressionen, Schlafstörungen und chronische Schmerzen können gelindert werden. Der renommierte Wissenschaftsjournalist James Kingsland zeigt anschaulich, dass die medizinischen Befunde und Empfehlungen von heute mit jahrtausendealten buddhistischen Lehren übereinstimmen. Neben neuesten Erkenntnissen und wegweisenden Experimenten bietet dieses Buch auch Entspannungs- und Bewusstseinsübungen, die sofort umsetzbar sind.

    In seinem Buch widmet sich Kingsland den heutigen Erscheinungen Depression, Sucht und Stress. Er führt zuerst verschieden wirkende Themenbereiche zusammen und bringt dabei eigene Erfahrungen des Autors, wie seinen Besuch in einem buddhistischen Kloster in seiner englischen Heimat oder ein Interview mit einem Psychologieprofessor des King’s Colleges in London in die Erzählung ein.
    Der erste Teil des Buches ist stark geprägt von der historischen Erzählung des Siddartha Gaudamas, dem Begründer des Buddhismus. Dabei wird aber nicht nur die Geschichte Buddhas geliefert, sondern immer wieder durch neurologische Erkenntnisse aus der modernen Hirnforschung ergänzt, die eine gesundheitsfördernde Wirkung durch Meditation bestätigen.
    Im Folgenden wird auch das Prinzip der Achtsamkeit beschrieben und in den Kontext des vorherrschenden Zerstreuungsmodus gesetzt. Der Autor gibt dabei Einblicke (z.T. auch mit Grafiken), wie Stress das Gehirn beeinflusst. Er zeigt im Gegenzug wie Stressreduktionsmethodik mithilfe von Achtsamkeit unser Nervensystem verbessert. Erklärungen von der evolutionären Entwicklung und den Vorgängen des Gehirns werden stets im Zusammenhang mit entweder historischem oder praktischem Bezug erläutert.
    Besonders abwechslungsreich gestaltet sich das Buch durch 6 Meditationsübungen, die über das gesamte Buch verteilt sind. Kingsland gelingt es in seinem Buch, das durchaus komplexe Thema der Hirnforschung mit den spirituellen Praktiken des Buddhismus zu koppeln. Das Endergebnis ist ein gut verständliches Buch mit praxisnahen Tipps und Erkenntnissen.

     

  • Vernunft und Kommunikation

    Wie Emotionen unsere Kommunikation beeinflussen

    Dieter Schwartz (1. Auflage 2012)

    ISBN: 978-3-8614-5333-8

    240 Seiten, Deutsch, Taschenbuch, EUR 15,80

    Nichts beeinflusst unsere Kommunikation mit anderen so sehr wie unsere eigenen Gefühle. So werden wir etwa bei einer Meinungsverschiedenheit laut und ungerecht, weil wir wütend sind, kommunizieren unsere Wünsche und Ansichten nicht, weil wir Angst vor Zurückweisung haben, oder resignieren und verstummen ganz, weil wir uns niedergeschlagen fühlen. Solche Gefühle sind nicht nur unangenehm und ungesund, sie hindern uns auch daran, erfolgreich mit anderen zu kommunizieren.

    Basierend auf den Erkenntnissen der Kommunikationsforschung erläutert der Autor Dieter Schwartz zum einen, worin der Unterschied zwischen „guter“ und „schlechter“ Kommunikation besteht, zum anderen, dass es nicht genügt, nur zu wissen, wie man mit seinen Mitmenschen „gut“ kommuniziert. Auf Grundlage der modernen Kognitiven Verhaltenstherapie zeigt der Autor, wie hinderliche Gefühle in zielförderliche Gefühle umgewandelt werden, um das Wissen über „gute“ Kommunikation auch praktisch umsetzen zu können.

    Im Zentrum des Buches von Dieter Schwartz steht der Zusammenhang zwischen Lebenszielen, Gefühlen und Verhalten. Sein Ansatz ist dabei durchaus ungewöhnlich und eröffnet neue Perspektiven auf die menschliche Kommunikation, da der Autor erstmals Erkenntnisse aus den Kommunikationswissenschaften mit Ergebnissen der modernen Kognitiven Verhaltenstherapien in Verbindung bringt. Besonders interessant ist dabei vor allem die Erkenntnis, dass wir nicht nur mit anderen, sondern auch mit uns selbst kommunizieren und so unsere eigenen Emotionen beeinflussen. In dieser Selbstkommunikation verortet Dieter Schwartz die Bedingungen für eine erfolgreiche zwischenmenschliche Kommunikation und bietet somit eine erfrischend neue Sichtweise auf unser kommunikatives Verhalten.

    Diese komplexen Zusammenhänge und Theorien werden dem Leser dank zahlreicher Beispiele und Übungen leicht zugänglich gemacht und anschaulich erklärt. Die Übungen und Selbstanalysen, die auf jedes Unterkapitel folgen, machen „Vernunft und Kommunikation“ zu einem praktischen Trainingsbuch, das einem dabei hilft, seine kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern. Besonders spannend und hilfreich ist die Analyse von Muss- und Katastrophenbotschaften.

    Das Buch ist für jeden geeignet, der sich mit Kommunikation und Emotionen auseinandersetzen möchte und dabei etwas über sich und die eigenen Ziele lernen möchte, um seine Selbstkommunikation sowie die Kommunikation mit anderen zu optimieren.

     

  • Digital Working für Manager

    Mit neuen Technologien effizient arbeiten

    Thorsten Jekel, (2. Auflage 2014)

    ISBN: 978-3-86936-521-3

    211 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 19,90

    Die neuen Technologien sind immer nur so gut wie der Kopf, der sie nutzt. Aus diesem Grund möchte Thorsten Jekel seine Leser mit diesem Buch fit machen für die intelligente und effiziente Nutzung von neuen Technologien am Arbeitsplatz.

    E-Mails, Smartphones, Tablet-PC, Social Media & Co.: Die neuen Technologien dürfen uns nicht beherrschen, sondern sollen Führungskräfte dabei unterstützen, den beruflichen Alltag besser zu bewältigen, effektiver zu arbeiten und mit „Smart Working“ mehr Lebensqualität zu gewinnen.

    Thorsten Jekel zeigt in 14 praxisorientierten Kapiteln, wie Sie mit den Technologien zum Beispiel die E-Mail-Flut konstruktiv bewältigen, Ihre Meetings und Konferenzen optimieren, sich die Mitarbeiterführung erleichtern und smarter kommunizieren, reisen und Dokumente verwalten. Dabei muss die beste Lösung nicht immer digital sein – manchmal kann auch Papier richtig sein. Es geht immer um die für den Nutzer intelligenteste Lösung.

    Viele Führungskräfte nutzen die heutigen technischen Möglichkeiten nur zu einem Bruchteil. Sie besitzen zwar ein Handy oder einen Tablet-PC, gehen aber damit um, als würden sie einen Porsche immer nur im ersten Gang fahren.

    Der Autor Thorsten Jekel ist Experte für Digital Working und zeigt Führungskräften, wie sie Technik einfach nutzen. Der Diplom-Betriebswirt und MBA begann seine berufliche Laufbahn bei Nixdorf – seitdem ist die intelligente Nutzung neuer Technologien sein Thema.

    Endlich ein Buch in diesem Bereich, in dem es im Kern um Tipps von einem Praktiker geht, der in der digitalen Welt zu Hause ist und weiß, mit welchen Problemen sich der Nutzer neuer Technologien Tag für Tag konfrontiert sieht und welche Fragen dabei auftreten können. Für diese typischen Schwierigkeiten bietet Thorsten Jekel praktische Lösungsmöglichkeiten an und stellt smarte Technologien vor. Seine Ausführungen sind dabei stets nachvollziehbar, da der Autor nicht unnötig ins technische Detail geht, sondern sich auf die wirklich relevanten Informationen beschränkt. Das Buch wird ergänzt durch zahlreiche weiterführende Links und QR-Codes zu Anbietern und Experten, bei denen man sich bei Interesse näher informieren kann. Darüber hinaus ist begleitend zum Buch ein 14-Wochen-Programm für Smart Working online verfügbar.

    Alle 14 Kapitel behandeln ausschließlich sehr aktuelle Themen und können sowohl fortlaufend als auch in beliebiger Reihenfolge gelesen werden, sodass sich jeder die für ihn spannendsten Themen aussuchen kann.

    Besonders positiv hervorzuheben ist auch, dass der Ratgeber gleich gute Tipps und Empfehlungen für Nutzer unterschiedlicher Hard- und Software enthält und daher gleichermaßen für Apple-, Microsoft- und Android-Anwender geeignet ist.

    Ein lehrreiches Buch für alle, die ihren Umgang mit neuen Technologien optimieren möchten und bereit sind, ihre derzeitigen „digitalen“ Gewohnheiten hin und wieder in Frage zu stellen.

     

  • Gefangen im Komplexitätsdilemma

    Wie Sie mit Zielkonflikten, Bürokratie und Verhaltensparadoxien wirkungsvoll umgehen und Organisationen agil, flexibel und stark machen

    Dunja Lang, (2. Auflage 2016)

    ISBN: 978-3739223650

    280 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 29,90

    Zielkonflikte, überbordende Bürokratie und dann noch Menschen, die sich ambivalent und scheinbar paradox verhalten: Wenn der Druck steigt und die Interessen der Stakeholder auseinandergehen, stehen Manager oft vor unauflösbaren Fragezeichen. Sie sind gefangen im Komplexitätsdilemma. Da Unternehmensberaterin und Begründerin der Methode „Change®Evolution“ Dunja Lang diese Fälle nur allzu gut kennt, unterstützt sie Manager dabei, Komplexitätsdilemmata zu bewältigen, ihre Handlungskompetenz zurückzuerlangen und Unternehmen agil, flexibel und stark zu machen. In diesem Buch stellt sie ihre ganzheitliche Problemlösungsmethodik erstmals einem breiten Publikum vor.

    In ihrem Ratgeber legt Dunja Lang viel Wert auf praktische Anwendungsbeispiele aus dem Managementalltag, die auf einfach erklärten theoretischen Grundlagen aus der Organisationsentwicklung und der Neurobiologie fußen. Die Autorin verspricht, dass der systemische Ansatz hier viel Zeit und Energie spart und gleichzeitig zu mehr Produktivität und Motivation beiträgt.

    Sie möchte zeigen, wie Unternehmen mit Mehrdeutigkeit und Unschärfe umgehen können und komplexe Change Projekte ganzheitlich und integrativ angehen. Dabei sollten wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass es ganz einfache Lösungen gibt. Ihr Drei-Schritte-Modell für mehr Risikokompetenz hilft, den Wald und die Bäume zu sehen, also den Überblick zu bewahren und konkrete Lösungen zu finden.

     

    Kontrolle und Misstrauenskultur helfen nicht weiter. Beim Umgang mit Widerständen von Beteiligten in Veränderungsprozessen utilisiert sie Zwickmühlen und stärkt die Autonomie und das Mitdenken. Sie unterscheidet dabei organisationale, Team- oder individuelle Dilemmata. Nur mit Zielen, Leitplanken und Regeln lässt sich die Blockade Komplexitätsfalle auflösen und der Weg in die Zukunft gestalten.

     

    Besonders die grafischen Darstellungen und Charts am Ende des Buches machen Dunja Langs Ratgeber zu einem übersichtlichen Werk – zusätzlich bietet das Literaturverzeichnis viele weitere Vorschläge zur Vertiefung in das Thema.

     

     

  • Wir sind überall, nur nicht bei uns

    Leben im Zeitalter des Selbstverlusts

    Georg Milzner, (1. Auflage 2017)

    ISBN: 978-3-86449-9

    265 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 19,95

    Wo bleibe ICH? Angesichts der fortschreitenden Technisierung und des ständigen Wandels, die unsere Gesellschaft und unser Leben bestimmen, stellen sich Millionen Menschen diese Frage. In der Schnelllebigkeit und den Leistungsansprüchen unserer Zeit verlieren wir uns selbst und haben das Gefühl, niemals irgendwo anzukommen. Der Therapeut und Autor Georg Milzner zeigt in diesem Buch, wie wir unser Inneres schützen und unsere Aufmerksamkeit wieder auf uns selbst lenken. Nur dann können wir Krankmachern wie Reizüberflutung den Kampf ansagen. Milzner weist Wege, um Gefahren für die menschliche Psyche in Chancen umzuwandeln und unsere emotionale Gesundheit wiederzuerlangen. Er gibt Antworten auf die großen Fragen nach Identität und Selbstfindung und lädt uns ein, uns selbst neu kennenzulernen.

    Wie der Untertitel des Buchs bereits andeutet, stellt der Autor Georg Milzner, Diplompsychologe und Psychotherapeut, unserem Zeitalter und unserer Lebensform den Befund des stetig fortschreitenden Selbstverlusts aus. Die Ursachen dieses Entfernens und Verlierens des eigenen Selbst verortet Milzner in der täglich auf uns einwirkenden Informations- und Reizüberflutung. Durch die ständige Überreizung verlieren wir den Blick für das Wesentliche: Uns selbst. Stattdessen sind wir andauernd abgelenkt, unsere Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung sind gestört und wir fühlen uns „anwesend abwesend“. Auslöser dieser Selbstentkoppelung ist laut Milzner nicht nur die Digitalisierung an sich, sondern vielmehr die dahinterstehenden Bedürfnisse nach maximaler Vernetzung, permanenten Kontakten und Neuigkeiten, die ständig befriedigt werden wollen. Den Bedürfnissen widmet sich Teil 2 „Heikle Kompensationen“, in dem der Autor aufzeigt, wie an die Stelle eines gesunden und reifen Selbst ein künstliches Selbst als Kompensationsmechanismus tritt, dessen extremste Ausformungen Narzissmus, Fundamentalismus, Schwarmorientierung und Funktionalismus geradezu typisch für die heutige sind..

    In Teil 3 „Zu uns selbst zurück – Irrwege und Wege“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir wieder zu uns selbst, unseren eigenen Wünschen und Bedürfnissen finden. Dabei setzt sich der Autor differenziert mit den Konzepten der „Achtsamkeit“ und „Selbststeuerung“ auseinander und geht sowohl auf deren Chancen als auch Grenzen ein. Auch dem Krankheitsbild AD(H)S widmet sich Milzner eingehend und kritisch, indem er zeigt, dass die umgangssprachlichen Bezeichnungen vom „Zappelphilipp“ oder „Hans Guck-in-die-Luft“ die Störung nur unzureichend beschreiben und stattdessen die gesunden Anteile vernachlässigen, die Wege zur Selbstfindung aufweisen können.
    In den letzten beiden Kapiteln lädt Milzner dazu ein, sich selbst neu kennenzulernen und stellt den Lesern „10 Wege zu einem neuen Selbst“ vor. Auch hier geht der Autor sehr differenziert vor und schlägt seinen Lesern vielseitige Möglichkeiten der Selbstentdeckung vor.

    Georg Milzner zeichnet mit seinem Buch ein sehr treffendes Spiegelbild unserer Zeit und des heutigen Lebensgefühls. In seinen Ausführungen werden vermutlich die meisten Menschen eigene Verhaltensmuster wiedererkennen und Sie werden dazu anregt, sich wieder mehr mit Ihrem eigenen Selbst und den wirklich wichtigen Prioritäten auseinanderzusetzen.

    Milzner ist eine ausführliche und kritische Auseinandersetzung mit dem in der heutigen Zeit allgegenwärtigen Thema des Selbstverlusts gelungen. Er integriert Aspekte aus verschiedenen Bereichen der Psychologie, stellt therapeutische Ansätze vor und kombiniert diese mit philosophischen Themen, wissenschaftlichen Studien und Alltagsbeispielen. Durch diese Vielseitigkeit wird das Buch eine wertvolle Hilfe sein, sich mit der Gefahr der eigenen Selbstentfremdung auseinanderzusetzen und einen Weg zu finden, wieder mit uns „im Einklang“ zu sein.

  • Führung von Vertriebsorganisationen

    Strategie - Koordination - Umsetzung

    Lars Binckebanck/Ann-Kristin Hölter/Alexander Tiffert, (Ausgabe 4. November 2013)

    ISBN: 978-3-658-01829-0

    52 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 49,95

    Unternehmen leben von ihrer Vertriebsorganisation – und davon, wer diese wie führt. Die Führung der Vertriebsorganisationen ist ein erfolgskritischer Faktor und gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben für Führungskräfte. Längst hat das digitale Zeitalter den Vertriebsalltag fundamental umgekrempelt. Die Veränderungen sind so vielfältig, die Stellschrauben so unterschiedlich und die Konsequenzen im Einzelfall so intransparent, dass es keine „One-size-fits-all“-Lösungen geben kann. Vertriebsleiter müssen daher konzeptionell die organisatorischen Voraussetzungen für die situative Umsetzung der Unternehmensstrategie schaffen. Gleichzeitig brauchen sie vertrieblichen „Stallgeruch“ und ein Verständnis dafür, wie Verkaufsmitarbeiter motiviert werden können. Der Spagat zwischen der Entwicklung adäquater Vertriebsstrategien, der Koordination des Vertriebs mit angrenzenden Funktionsbereichen und der erfolgreichen operativen Umsetzung der Vertriebsziele ist anspruchsvoll.

    In diesem Buch kommen renommierte Experten aus Forschung, Beratung und Praxis zu Wort, um die Breite des Themas zu skizzieren. Sie beleuchten schlaglichtartig zentrale Aspekte und leiten anhand ausgewählter Praxisbeispiele Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Vertriebsleitung ab. Dabei befassen sie sich wissenschaftlich fundiert mit Teilaspekten der Vertriebsführung, zeigen Erfolgspotenziale für Führungskräfte im Vertrieb auf und beleuchten branchenspezifische Herausforderungen. Der Leser erfährt, welche Faktoren für effektive Vertriebsleitung und Effizienz in der Vertriebsorganisation wesentlich sind.

    Mit dem Buch wird ein wichtiger Beitrag zum Thema Vertriebsmanagement und insbesondere zur Vertriebsführung vorgelegt. Als Überblick werden die drei Kapitel Strategische, Koordinationsbezogene und Operative Vertriebsführung dabei jeweils mit einem wissenschaftlich-konzeptionellen Beitrag eingeleitet. Spezialbeiträge, Praxiserfahrungen und Fallbeispiele vertiefen diese drei Sichtweisen. Das Buch schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur. Zum einen trägt es dazu bei, dass das Vertriebsmanagement auch wissenschaftlich stärker Beachtung findet. Zum anderen dient das Buch als Hilfe zur Reduzierung von objektiven und subjektiven Schnittstellen zwischen Vertrieb und Marketing. Ein Buch mit Substanz und Denkimpulsen, das einen exzellenten Mix aus Theorie und Praxis liefert, durch das der Leser einen guten Überblick von den strategischen Komponenten bis hin zur operativen Anleitung erhält.

  • Sei nicht authentisch!

    Warum klug manchmal besser ist als echt

    Stefan Wachtel, (1. Auflage 2014)

    ISBN: 978-3-86470-218-1

    272 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 19,99

    Das Buch demontiert eine Ideologie: Es reicht nicht, einfach nur 'ich selbst' zu sein. Wir können mehr aus uns machen. Und wir werden dafür belohnt. In seinem neuen Buch sagt Stefan Wachtel: Wir alle sollten im richtigen Film spielen, also unsere 'Rolle' beherrschen. Und wir sollten 'liefern'. Der Topmanager wird nicht dafür bezahlt, dass er sich auf sein 'natürliches Talent' verlässt und bei der Bilanzpressekonferenz das sagt, was ihm gerade in den Sinn kommt. Und der Spitzenpolitiker sollte auch nicht reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Wenn wir an unserem Eindruck arbeiten, schlagen wir die 'fachlich' Guten. Wachtels Rat: 'Lassen Sie Ihr Inneres, wo es ist!'

    Einen provokanten Titel, den Stefan Wachtel für sein Buch „Sei nicht authentisch!“ gewählt hat, in einer Zeit, in der Authentizität zur Messlatte der Außenwirkung mutiert ist. Stefan Wachtel ist Sprechwissenschaftskollege und Experte für Mediensprechen und Corporate Communication. Der seit vielen Jahren praktizierende Redecoach verfolgt mit seinem Buch das Ziel, am eigenen Ausdruck zu arbeiten und damit sich selbst und seine Arbeit in ein gutes Verhältnis zu bringen. Dazu gehört nach Wachtel die Dekonstruktion eines Missverständnisses: Es geht in einem erfolgreichen Berufsleben nicht darum, authentisch zu sein, sondern darum, durch hartes und zeitintensives Training authentisch zu wirken.

    Um diese Einsicht in seinem Buch zu vermitteln, erhebt Wachtel in den ersten vier Kapiteln zunächst, woher der Wunsch nach Authentizität rührt und welche negativen Folgen sich daraus ergeben, wenn wir diesem Wunsch uneingeschränkt nachkommen. In den letzten drei Kapiteln versucht er, Grundvoraussetzungen für ein authentisches Wirken und ihre Umsetzung zu vermitteln.

    Wachtel geht nach eigenen Angaben in jedem Kapitel induktiv vor, indem er zunächst Beispiele aus Politik und Wirtschaft anschaulich beschreibt und dann dazu Stellung nimmt.

    Wachtel ist Autor von „Schreiben fürs Hören“ und das spürt man deutlich an seinem Schreibstil. Seine medienwirksamen Beispiele sind spannend zu lesen. Auch Wachtels Grundthese, dass Authentizität nicht immer zu Erfolg verhelfe, weiß er in leicht lesbarer Weise an den Leser heranzutragen.

    Doch wie schafft der Leser es nun konkret, einen authentischen Ausdruck einzuüben? „Sei nicht authentisch!“ lässt leider konkrete Tipps vermissen.

    Entsprechend der Beispiele konzentriert sich Stefan Wachtel hier zu 100% auf Top-Management und Politik als Zielgruppe. Aus eigener Executive Coaching Erfahrung kann ich bestätigen, dass es für Vorstände und Geschäftsführer nicht immer ratsam ist, vollkommen „authentisch“ zu sein, wenn damit das Äußern von Meinungen und Gefühlen gemeint ist. Die Kunst der Diplomatie ist nicht nur professioneller, sondern bringt auch eher ans Ziel.

    Selbstverständlich macht der Autor hier auch Werbung für sich selbst und Redecoaching. An einer Stelle ist er selbst vielleicht einen Hauch zu authentisch, wenn er schildert, wie ein Ministerpräsident, der ihn als Coach ablehnte, auch nicht gewählt wurde.

    Das Handwerkszeug diplomatischer Rhetorik lässt sich in der Tat bestens in Training und Coaching bei Sprechwissenschaftlern lernen üben. Sie wissen ja, PARLA ist immer für Sie.

  • Schweigen Sie noch oder stimmen Sie schon

    Stimmpersönlichkeit-Führung-Dialog: Keine Angst vor Konflikten!

    Jochen Waibel, (EHP Edition Humanistische Psychologie, März 2010)

    ISBN: 978-3897973015

    208 Seiten, Deutsch, Broschiert, EUR 22,00

    Bei der Entwicklung einer gemeinsamen Konflikt- und Kommunikationskultur in Unternehmen und Teams, privaten und geschäftlichen Partnerschaften, zwischen Nationen und Kulturen, in der Bildung von Kindern und Erwachsenen, in Familien und bei der Stärkung der Work-Life-Balance ist Dialogfähigkeit eine Kernkompetenz neben Problemlösekompetenz und Entscheidungsfähigkeit; dabei bestimmt die Stimme wesentlich die Qualität der Begegnung.

    Was schafft es, viele Menschen auf der Welt in unterschiedlichsten Bereichen zu verbinden? Genau – Die Stimme.

    Aus diesem Grund beschäftigt sich der Stimmpsychologe und Coach Jochen Waibel in seinem Buch „Schweigen Sie noch oder stimmen Sie schon?“ ausschließlich mit dem Thema „Stimme“. Sie bedeutet für ihn mehr als nur Schmuckwerk der sprachlichen Kommunikation. Aus seiner Perspektive ist sie zugleich Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, zwischenmenschliches Kontakt- und Dialogmedium und – in einem erweiterten Sinn – auch intraorganisationales sowie gesellschaftliches Partizipationsinstrument.

    Die „Stimme“ spielt in nahezu jedem Lebensbereich eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund behandelt der Autor ihre Auswirkungen in den unterschiedlichsten Kontexten: individuell, zwischenmenschlich, organisational und gesellschaftlich.

    <In seinem zehn Kapitel umfassenden Buch schlägt Waibel einen großen Bogen von der individuellen Stimme über Stimmigkeitserleben, Dialog- und Konfliktfähigkeit, Führung, intraorganisationaler Partizipation bis hin zur Bürgerbeteiligung.

    Dieses Buch richtet sich vornehmlich an Führungskräfte und Verantwortliche in Organisationen, die ihre Stimme täglich dazu brauchen, Andere von ihren Ideen zu überzeugen. Darüber hinaus sind die Inhalte des Buchs aber auch für den privaten Kontext nutzbar, was es umso interessanter macht.

    Waibel lädt den Leser ein, Stimme, Dialog und Partizipation in Zusammenhängen zueinander zu entdecken. Dabei wird die Lektüre durch über 50 kleinere und größere praktische Übungen, die vor allem der persönlichen Reflexion dienen, bestens ergänzt.

  • Zeitmanagement im Takt der Persönlichkeit

    Welche Zeitpersönlichkeit sind Sie? Und wie ticken die anderen

    Eva Brandt, (1. Auflage 2017)

    ISBN: 978-3-407-36616-0

    199 Seiten, Deutsch, Gebundene Ausgabe, EUR 26,95

    Das persönliche Zeitmanagement lässt sich nicht in Standards pressen. Eva Brandt, Expertin für Selbst- und Zeitmanagement, hat daher auf der Basis des Structograms ein Modell für ein gut umsetzbares Zeitmanagement entwickelt, das zu den verschiedenen Persönlichkeitsstrukturen – Macher, Geselliger oder Analytiker passt. Mithilfe von Fragebögen findet jeder sein individuelles, maßgeschneidertes Konzept. Was beim effizienten Selbstmanagement hilft, ist das Wissen um die eigenen Temperamente und die klare Entscheidung, danach zu handeln. Deshalb ist die Persönlichkeitsanalyse so wichtig. Zahlreiche Tools, Werkzeuge und Tipps runden das Buch ab.

    Wir können die Zeit nicht managen, nur unser Verhalten, so beginnt Eva Brandt, Entwicklerin der „Lotus-Strategie“, ihr neuestes Buch. Es ist geprägt von aktuellen Coachingansätzen und versucht, Zeitmanagement individueller anzugehen. Die drei unterschiedlichen Typen, Macher, Geselliger und Analytiker, empfinden Zeit verschieden und benötigen entsprechend auch unterschiedliche Zeitmanagementinstrumente. Eva Brandt liefert zudem interessante Beispiele, wie die Veränderung der Aufgaben entsprechend der Talente zu weniger Stress und damit zu mehr Erfolg und Zufriedenheit geführt hat, weil erst dann Authentizität möglich wurde. Zunächst war ich kritisch, was die Einteilung in die Bio-Structogram-Typen anging, weil ich drei Typen doch eher vereinfachend finde. Doch in der Anwendung auf mein Team hat sich die Analyse als sehr hilfreich erwiesen, auch für das gegenseitige Verständnis, insbesondere bei Stress. Somit bietet das Buch von Frau Brandt tatsächlich ein passendes und vor allem praktisch anwendbares Zeitmanagement für die verschiedensten Persönlichkeitstypen und ist empfehlenswert für alle, die noch auf der Suche nach einem geeigneten Zeitmanagement sind.

  • Rhetorik der Rede

    Ein Lehr- und Arbeitsbuch

    Thomas Grießbach/Annette Lepschy, Röhrig Universitätsverlag (1. Auflage 2015)
    ISBN: 978-3-86110-573-2

    300 Seiten, Deutsch, Taschenbuch, EUR 26,80

    Das Buch versteht sich als „Anleitung zum Lehren von Rederhetorik“ und repräsentiert die langjährigen Lehrerfahrungen der beiden Autoren. Es gibt einen systematischen Überblick über alle Bereiche, die im Rahmen eines rederhetorischen Seminars oder Coachings von Bedeutung sein können. Dies umfasst einerseits die Oberflächenstruktur der Rede: Hier werden Lehreinheiten zur Optik, Akustik und Sprache vorgestellt. Zum anderen wird die Tiefenstruktur der Rede, also die kognitiven, emotiven und voluntativen Aspekte wie Zielklärung, Redestrukturen, Materialaufbereitung, Zielgruppenorientierung, Perspektivenübernahme, Einwirkung auf den Hörer didaktisch-methodisch aufbereitet. Der didaktische Anteil der jeweiligen Kapitel umfasst die Gegenstandsbeschreibung, der methodische Anteil die Übungen zur Erarbeitung.
    Die beiliegende DVD enthält eine Vielzahl von Redebeispielen, die im Seminarkontext zur Sensibilisierung und Analyse für Oberflächen- und tiefenstrukturelle Aspekte eingesetzt werden kann.
    Das Buch richtet sich einerseits an Personen, die bereits in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Feldern lehren und unterrichten und die ihre Lehrpraxis „auffrischen“ oder reflektieren möchten; andererseits an Personen, die am Beginn einer Lehrtätigkeit stehen oder sich darauf vorbereiten.

    Die Autoren Grießbach und Lepschy wagen in „Rhetorik der Rede. Ein Lehr und Arbeitsbuch“ den Spagat zwischen wissenschaftlich-reflektiert und praxisorientiert, um Rhetorik-Lehrende in den unterschiedlichsten Kontexten bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In klarem, im besten Sinne wissenschaftlichen, Sprachstil vermitteln sie Rhetorik-Theorie an den Stellen, an denen sie für die Praxis von Lehrenden relevant ist. Das detailliert geschilderte Vorgehen bei Übungen erscheint nicht bevormundend, sondern spornt zum Weiterdenken über eigene Übungen an. Die Autoren lassen keinen seminarrelevanten Aspekt aus und beleuchten sowohl das Selbstverständnis des Lehrenden als auch die Sprechsituation, das äußerliche Erscheinungsbild bis hin zum Feedback durch den Lehrenden. Das Buch hält trotz der fachlich-inhaltlichen Schwerpunkte seine methodisch-didaktische Orientierung konsequent durch. Grießbach und Lepschy geht es bei ihrer Vermittlung nicht um die Rede als manipulatives Instrument. Im Gegenteil: Ihre ethische Vertretbarkeit ist für die Autoren zentral. Dazu gehört auch das Rede-Ziel: Überzeugen, nicht überreden!
    Wie das geht, soll den zukünftigen Seminarteilnehmern wie im Tanzunterricht vermittelt werden. Der Lehrer unterrichtet Techniken, die sich der Schüler zunächst schematisch zu eigen macht – bis er eigene Schritte geht und seinen individuellen Stil findet.
    Das Buch überzeugt darin, genau dazu anzuleiten und wird seinem Anspruch, SOWOHL Lehr- als auch Arbeitsbuch zu sein, gerecht. Lehrenden sehr zu empfehlen!

Expertentipps des Monats

Wir von PARLA® möchten Ihnen immer wieder Tipps vorstellen, mit denen Sie Ihre Arbeit einfacher gestalten können.

TIPP: Damit Ihr Kunde Sie versteht

Eine bildhafte Sprache führt zu Aha-Erlebnissen und hat einen hohen Erinnerungswert. Was sie sonst noch zu leisten vermag, beantwortet Ihnen unser aktueller Tipp.

Damit Ihr Kunde Sie versteht

TIPP: Dolmetscher im Einsatz

Sie haben großen Einfluss auf den Erfolg einer Konferenz, bei der Dolmetscher zum Einsatz kommen. Dolmetscher können nicht auf allen Gebieten Experten sein, deshalb ist es umso wichtiger, dass sie frühzeitig möglichst viele Informationen zur Vorbereitung erhalten. Schaffen Sie die richtigen Rahmenbedingungen, damit Ihre Konferenz zum Erfolg wird.

Dolmetscher im Einsatz

TIPP: Mit den richtigen Tipps stets bei guter Stimme bleiben

Die Stimme ist unser wichtigstes Instrument zur Kommunikation. Erst durch den Einsatz unserer Stimme werden wir wahrgenommen und wirken auf unsere Mitmenschen. Wir betrachten unsere Stimme allerdings häufig als selbstverständlich und vernachlässigen sie nur all zu oft.

Stimmetipps